Zwischen Effizienz, Prüfungsrisiken und Governance

Wenn immer mehr Unternehmen KI einsetzen, bleibt das nicht ohne Folgen für die mittelständische Wirtschaftsprüfung.

Andere Branchen zeigen bereits, was mit KI möglich ist. Das regt zur Nachahmung an, soweit durch den Einsatz von KI organisatorische Effizienzgewinne möglich werden.

Mit der zunehmenden Verbreitung von KI nehmen allerdings auch die Prüfungsrisiken, Governance-Anforderungen und Haftungspotenziale zu.

Eine Hand hält eine Lupe; auf dem Glas der Lupe steht 'Audit'

Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für den Einsatz von KI?

1. Wie in allen anderen Branchen auch, können KI-Werkzeuge zur intelligenten Automatisierung von Abläufen eingesetzt werden.

2. KI-Lösungen können unterstützend bei der Durchführung von gesetzlichen Jahresabschlussprüfungen eingesetzt werden.

3. KI-basierte Lösungen können zum Prüfungsgegenstand werden: freiwillig nach IDW PS 861 oder unter Umständen prüfungspflichtig im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.

Grundlagenwissen als Voraussetzung für eine gewissenhafte Berufsausübung

Es ist einfach vorherzusehen, dass KI ihren Weg in die mittelständische Wirtschaftsprüfung nehmen wird. Nicht nur bei den großen Prüfungsgesellschaften, sondern auch in der mittelständischen Wirtschaftsprüfung.

Das werden dann selten Standalone-Lösungen sein, sondern eher Erweiterungen von bereits genutzter Software. Die Entwicklungen sind bereits im Gange und werden nach und nach auf den Markt kommen.

Ganz gleich, in welchem Gewand künstliche Intelligenz Einzug in die mittelständische Wirtschaftsprüfung hält: auch Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer müssen sich wenigstens mit den Grundlagen von KI vertraut machen – sowohl technisch als auch praktisch. 

Ohne das schwächen Sie nicht nur ihre eigene Position, sondern setzen sich auch zunehmend Haftungsrisiken aus.

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