Autor: Achim Korten, Februar 2026

„Wenn es um KI geht, denken die Deutschen nur an Risiken.“

Das höre ich ständig. Auf Konferenzen. In Kundengesprächen. Auf LinkedIn.

Die Botschaft: Wir bremsen. Zu vorsichtig. Zu bürokratisch. Zu deutsch.

Meine unpopuläre Meinung: Genau deshalb werden wir gebraucht.

Während andere schnell handeln und Dinge kaputt machen, muss jemand fragen:

Was geht kaputt? Wer zahlt?

Es geht um Datenschutz, Urheberrecht, Schutz von Geschäftsgeheimnissen, Produkthaftung, den EU AI Act, Arbeitsrecht, persönliche Haftung.

-> Wir haben den TÜV erfunden. Jetzt braucht KI auch einen.
-> Wir haben die DSGVO geprägt. Jetzt folgt KI-Governance.
-> Wir fragen zuerst. Das ist keine Angst. Das ist Verantwortung.

Die Unternehmen, die heute nach KI-Governance suchen? Sie rufen nicht die „Move fast“-Fraktion an.
Sie rufen die an, die früh die unbequemen Fragen gestellt haben.

Risikobewusstsein ist keine Schwäche. Es ist ein Wettbewerbsvorteil.

Die Welt braucht nicht mehr KI-Hype. Sie braucht mehr KI-Verantwortung.

Und ja — wir sind Deutsche. Also sprechen wir über Risiken. Das ist nicht das Problem. Das ist der Punkt.

Unangenehme Überraschungen? Nicht mein Stil. Und auch nicht der meiner Mandanten.